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Dioxin - und kein Ende bei den Fleischskandalen
Ob Dioxinhaltig oder vergammelt und verdorben, seit dem Jahr 2005 jagt ein Fleischskandal den Nächsten.
Dioxine sind ein unerwünschtes Nebenprodukt, das bei der Verbrennung von Chlorhaltigen Stoffgemischen entsteht. Sie gelten als krebserregend und erbgutverändernd. 80 Prozent der Dioxine im menschlichen Körper werden über tierische Lebensmittel aufgenommen. Hauptlieferanten hierfür sind Fleisch, Fisch, Eier und Milch.

Was sind Dioxine?
Dioxine sind sehr stabile Chemische Verbindungen die langsam von Körper und Natur abgebaut werden. Futtertiere nehmen die Giftstoffe selbst über Nahrung zu sich, zum Beispiel durch kontaminierte Böden und Gewässer. So bringen sie das Gift in die Nahrungskette. Die empfohlene maximale tägliche Aufnahme liegt nach Weltgesundheitsorganisation bei ein bis vier Pikogramm (Billionstel Gramm) je Kilogramm Körpergewicht.

Wer legt die Grenzwerte fest?
Spezifische Grenzwerte für den Dioxingehalt in bestimmten Lebensmitteln sind von der EU festgelegt. Hierbei lässt sich aber vermuten, dass wirtschaftliche Gesichtspunkte vorrangiger sind als gesundheitliche. Zum Beispiel gilt für den fettreichen Aal ein höherer Grenzwert als für andere Fische. Die Eu gestattet zwölf Pikogramm Dioxine pro Gramm Aal. Auf dem Markt existiert kaum Aal mit geringer belasteten Werten. Eine logische Schlussfolgerung sieht folgendermaßen aus: läge die Grenze für Dioxin niedriger, dürften viele Fischhändler ihren Aal nicht mehr absetzen, was wiederum zu lastend der Wirtschaft und der Kassen der EU fallen würde. Grenzwerte werden also Lebensmittelspezifisch angepasst und je nachdem höher oder niedriger angesetzt.